Die ARTBLOCK-Idee

Die Vision...

der ARTBLOCK Initiative:
ein offenes und internationales Kunstzentrum, ein Schmelztiegel für Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft sowie den globalen Entwicklungen und Tendenzen der zeitgenössischen Kunst in der HafenCity Hamburg.

In seiner Vielfalt liegt die Einzigartigkeit des ARTBLOCK: Den exponierten Standort in der HafenCity nutzend bietet er zahlreichen Besuchern der Stadt und des Quartiers eine attraktive Anlaufstelle für die Beschäftigung mit interdisziplinären kulturellen Projekten und zeitgenössischer Kunst. Gleichzeitig bietet er für die Hafencity und Ihre Anwohner die Chance, eine einzigartige kulturelle Identität zu entwickeln und kulturell Interessierten des Quartiers einen Treffpunkt und eine Heimat zu geben.

Der ARTBLOCK ist als ein Verbund von Kunstschaffenden, Kuratoren, Querdenkern, Unternehmern, Kreativen und Anliegern der zukünftige Heimathafen grenzüberschreitender kulturökonomischer Ideen und Prozesse. Er wird ein Wissenschaftszentrum der Kunst und ein Kunstzentrum von Wirtschaft und Wissenschaft.

 
ARTBLOCK

Internationales Kunstzentrum HafenCity

In Zusammenarbeit mit den Branchen Architektur, Design, Medien und Musik wird der ARTBLOCK die bildenden Künste in den wachsenden Stadtteil der Hamburger HafenCity integrieren, um die kulturelle Entwicklung der HafenCity als Antwort auf die jüngst erschienene Studie „ Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg“ zu begleiten und zu ermöglichen.

Dieses Ziel vor Augen sind die von einer städtischen Gesellschaft verwalteten Gebäude der historischen Speicherstadt und die Relevanz der HafenCity bewusst gewählte Kriterien für die Positionierung des ARTBLOCK. Denn nach seiner innovativen, den verschiedenen gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Aspekten des Standortes Rechnung tragende Konzeption wird der ARTBLOCK nicht nur ein Ausstellungsort sein, sondern ein wandelbares Instrument und Laboratorium der Kunst selbst.

Im August und September2009 stellte die ARTBLOCK-Initiative als Beitrag zum Hamburger Architektursommer unterm dem Titel „Artblock im Fluss“ in Kooperation mit der HCU Entwürfe eines internationalen Kunst- und Kulturzentrums in der Hamburger Speicherstadt vor.
Beispielhaft wurde der Block L „Am Sandtorkai“, an der Nahtstelle zwischen Speicherstadt-Tradition und zukunftsweisender HafenCity mit einer Fläche von 10.000 qm geplant – als Kulturzentrum mit Ausstellungsflächen, Bühne, Galerien und Gastronomie vorgestellt, das zusammen mit anderen kooperierenden Institutionen, Unternehmen und Sammlungen für eine Strahlkraft sorgen könnte, die weit über Hamburg hinausgeht. Der ARTBLOCK soll Heimat von Kunstschaffenden, Kuratoren, Kritikern, Vermittlern, Sammlern, Händlern, Kunstbegeisterten und Kunstneulingen werden. Er ist zugleich Treffpunkt von Anwohnern, kulturell Engagierten des Quartiers, von Hamburgern und Besuchern der Stadt. Die Utopie eines idealtypischen, wirtschaftlich tragfähigen Kunsthauses, welches die Bedürfnisse der Künstler, Projektpartner und interessierten Öffentlichkeit befriedigt, wird durch ein zeitgemäßes Mischkonzept von Kunstangeboten, Konsum und Dienstleistungen ergänzt.


Begeistert von der Vision, den Ideen der Entwerfer und den räumlichen Gegebenheiten der Speicherstadt fragten sich viele Besucher, warum es einen ARTBLOCK nicht schon längst gäbe.

Inzwischen überschlugen sich die Ereignisse, die Vorgänge um das Gängeviertel ebenso wie um die Elbphilharmonie unterstreichen die Fragestellungen, die zur Konzeption der ARTBLOCK-Vision führten, und ermöglichten es der ARTBLOCK-Initiative, ihre Überlegungen und ihr Engagement weiterzuentwickeln und auszubauen.



Bestätigte Tatsache ist, dass Hamburg noch weit davon entfernt ist, den Titel „Kulturmetropole“ führen zu können. Weder das kulturelle Angebot, noch die Mittelausstattung, als auch die Willenserklärungen der Politiker sind diesem Status angemessen. Dabei gibt es zahlreiche Künstler, die aus Hamburg kommen oder in der Stadt leben. Die mangelhafte Wahrnehmung der Bedürfnisse der Künstler aller Gattungen, insbesondere der Bedarf an bezahlbaren Arbeits- Wohn- und Ausstellungsflächen, und die inakzeptable Würdigung ihres Wirkens, führte letztendlich zu der Besetzung der Gebäude im historischen Hamburger Gängeviertel.

Diese Besetzung hat die Politik aufgerüttelt. Man realisierte, dass die öffentliche Wahrnehmung nicht deckungsgleich zur politischen Utopie ist: Breite Teile der Bevölkerung bemerken durchaus, dass Hamburg nicht den öffentlich propagierten kulturellen Stellenwert hat, den sie sich wünschen. Außerdem ist die Akzeptanz der politischen Vorgaben bezüglich der Behandlung von öffentlichen Flächen und Eigentum in der Bevölkerung gesunken. Im Gegenteil, das Selbstbewusstsein, sich Freiräume zu schaffen, ist gestiegen.

Hamburg ist und war von jeher eher ein Ort der Wirtschaft und des Handels als der Wissenschaft und kultureller Experimente. Je enger sich aber Wirtschaft, Wissenschaft und Kreativität verflechten, desto wahrscheinlicher erscheint es, dass auch eine oft als kulturfeindlich verschriene Stadt wie Hamburg durch die Solidität ihrer wirtschaftlichen Fundamente zum Standort einer produktiven Zusammenarbeit von Kunst, Forschung und Wirtschaft werden kann.

Hier setzt der ARTBLOCK an. Es gilt, ideologische Barrieren und überkommene, bisher als gegensätzlich empfunden Wertvorstellungen zu analysieren und abzubauen. Dabei vertraut der ARTBLOCK einerseits auf die Adaptions- und Innovationsfähigkeit der Wirtschaft, die mit dem Ziel einer guten Versorgung der globalen Gesellschaft mit Lebens-Mitteln (Grundnahrungs-, Konsum- und Luxusgütern) Motor der Entwicklung neuer, Ressourcen schonender Produktionsweise und verantwortlichen Konsumverhaltens sowie zukunftstauglicher Lebensmodelle und –weisen werden kann.

Auf der anderen Seite basiert die Vision des ARTBLOCK auf einer hohen Wertschätzung von Kunst und Kultur, die nicht nur als die eigentlichen, höchsten menschlichen Fähigkeiten anzusehen sind, sondern auch als konstituierend für die menschliche Gesellschaft und als unverzichtbare Grundlage aller humanen zivilisatorischen Prozesse. Der Artblock versteht Kunst nicht als Unterhaltung, Schmuck oder Dekoration, sondern als Erfahrung und Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklungen auch in den Bereichen Wissenschaft und Ökonomie.

Anders ausgedrückt könnte man von der Opposition brotloser Kunst und wahllosen Konsums sprechen, die zu einer Lager- und Frontenbildung innerhalb der Gesellschaft geführt hat, durch die viele produktive geistige, kulturelle und wirtschaftliche Möglichkeiten ungenutzt bleiben.

Die Vision des ARTBLOCK ist es, den Künsten ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit und der Wirtschaft ihre kulturelle Identität zurückzugeben und zu beweisen - auf hohem Niveau, glaubwürdig, verantwortlich und innovativ.

Die Grundideen des ARTBLOCK im Einzelnen:

  • Hamburg soll Kulturmetropole werden, die Stadt soll den Stellenwert auf den Kulturkarten der Welt bekommen, der ihr angemessen ist.
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Dazu muss die Stadt attraktiv sein für Künstler und kunstfördernde Galeristen, es muss bezahlbare Ateliers und Wohnungen für junge Künstler geben, ebenso wie eine Atmosphäre, die internationale Galeristen und Sammler in die Stadt lockt. Die Initiierung einer Kunstmesse wäre bedenkenswert.
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Ausgaben in die Kultur dürfen nicht als Abschreibungen gesehen werden, sondern als Investment in eine Zukunft als globale Handelsstadt der Kultur.
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Das Mäzenatentum hat in Hamburg Tradition. Trotzdem soll das Miteinander von Kunst und Wirtschaft gefördert werden; Unternehmen übernehmen im Rahmen einer Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung Patenschaften für Künstler, für Ateliergemeinschaften oder Produzentengalerien. Firmen setzen sich gemeinsam mit den Bewohnern ihrer Nachbarschaft für eine kulturelle Ausstattung des Quartiers ein. Natürlich ist in Zeiten der Wirtschaftskrise die finanzielle Flexibilität aller beteiligten eingeschränkt – letztendlich ist es aber die Kultur, die eine Gesellschaft ausmacht.

  • Von besonderer Bedeutung sind in Ergänzung der obigen gesellschaftsphilosophischen Ansätzen folgende Gedanken:

  • Wir befinden uns in einem marktwirtschaftlich orientierten Umfeld, das Kraft der Finanzen das Kulturleben dominiert. Wenn nun in diesem Umfeld Veränderungen stattfinden sollen, kann dies nur geschehen, wenn Kunst und Wirtschaft als gleichwertige Partner auf Augenhöhe mit allen Beteiligten verhandeln zu können.
  • Vor Beginn eines jeden Projektes muss dieses auch in der Langfristigkeit genauestens geplant sein. Die Schaffung von Freiräumen alleine reicht nicht, es muss vorab sichergestellt werden, diese auch langfristig nutzen zu können.
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Keine Vision kann in unserer Gesellschaft losgelöst von der Umgebung realisiert werden.

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Der ARTBLOCK soll zeigen, wie das Zusammenspiel von Wirtschaft und Kunst in Zukunft stattfinden, funktionieren und langfristig Synergien schaffen kann. Als ein wegweisendes neues Modell der Kommunikation zwischen Kommerz, Kunst und Reflexion an einem Top-Standort wird der ARTBLOCK einen kulturellen Schwerpunkt in der Stadt Hamburg schaffen. Dieser fördert nicht zuletzt auch einen kulturellen Tourismus, lockt neue Galerien und Sammler, hält Künstler vom Wegzug aus Hamburg ab und hebt Hamburgs Ruf als Kulturmetropole. Gleichzeitig dient er als sozialer Treffpunkt eines Quartiers und führt letztendlich zu einer Milieuveränderung des Stadtteils, die als Umkehrung der Gentrifizierung bezeichnet werden könnte.

     

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